So wurde mir erzählt:

In der Mitte des 20.Jahrhunderts besuchte ein europäischer Ingenieur China. Auf einem Feld sah er, wie ein alter Bauer mühsam aus einem Ziehbrunnen Wasser, Eimer für Eimer, schöpfte. Nachdem er eine Weile zugesehen hatte, sprach er den Bauern an.
„Bei uns in Europa haben wir für diese Arbeit eine Maschine, die wir Wasserpumpe nennen. Diese Maschine nimmt dem Menschen die schwere Arbeit ab und pumpt soviel Wasser, wie der Mensch haben will. Ist das nicht großartig?"
„Das mag schon sein", antwortete der Bauer. "Aber wie weiß die Maschine, wieviel Wasser der Brunnen heute gerne geben möchte und wieviel Wasser die Pflanzen heute nötig haben? Wie kann der Mensch das wissen, wenn er die Arbeit durch Maschinen verrichten läßt und nicht mehr mit eigenen Händen eine Beziehung herstellt. Ich weiß, wenn der Mensch mit Maschinen arbeitet, bekommt er nach und nach ein Maschinendenken. Er beginnt wie die Maschinen zu denken und wenn er wie die Maschinen denkt, bekommt er nach und nach ein Maschinenherz und ein Maschinenherz kann nicht mehr fühlen, was die Pflanzen, das Wasser, die Erde, die Tiere und Menschen brauchen."

Ich möchte kein Maschinengegner sein und suchte einen Weg , wie ich mit Maschinen arbeiten kann und mir trotzdem ein fühlendes Herz bewahren kann. In der künstlerischen Arbeit des Bilderschaffens - des Zeichnens, Malens, Schnitzens und Bilderhauens - versuche ich, die Formensprache des Lebendigen zu erleben, zu verstehen und sprechen zu lernen.