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Jede Erscheinung ist Ergebnis
einer Wirkung
Was ist Voraussetzung, damit ein Wirken
in die Erscheinung tritt?
Damit erscheinendes Wirken sichtbar werden kann
bedarf es des Lichtes wodurch
bedarf es des Raumes worin
bedarf es des Stoffes worauf
(auf dessen Hintergrund, Widerstand)
Damit das Wirken erkannt werden kann,
bedarf es des Lichtes"
(Geistesblitz)
bedarf es des Raumes"
(Bewußtsein)
bedarf es des Stoffes"
(Begriff, Wort)
Es gibt also unterschiedliche Inhalte
der Wörter.
Im Bild (ethym- aus der Wurzel bil= auf etwas deuten) wird die Deutung
auf den Kontext aus einem intensiven Schauen gewonnen werden können.
Beim Begriff verwenden wir dazu das Denken.
Ob sich ein Wessen in einem Bild in
seiner wahren Gestalt offenbart, wird sich an der Art und Weise des
Lichtes, des Raumes und des Stoffes entdecken lassen.
In einem künstlerischen
Nachvollzug ist ein Überprüfen möglich.
Ein Bild so zu erstellen, daß eine wesensgemäße Gestalt
sichtbar wird. Ein wesensgemäßer Umgang mit Licht Raum
und Stoff sind dazu notwendig.
Das Problem entsteht dadurch, daß das Bild Ergebnis eines Wirkens
ist und auch selbst wiederum eine Wirkung ausstrahlt. Die Übereinstimmung
beider Wirkungen erlebt der Mensch als Stimmigkeit.
Dieses Problem wird bestärkt durch die Tatsache, daß heute
Stimmigkeit und Stimmung als eine beliebige und persönlich unterschiedliche
Geschmacksorganisation verstanden wird.
Würden wir die Stimmigkeit als tendenzielle einsetzen und gelten
lassen, würde sich dieses Organ an der Betätigung verfeinern
und immer mehr als brauchbares und unentbehrliches Instrument erweisen
können.
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